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Nachdem Otto Jakob lange gebraucht hat, um Technik und Materialkunde zu lernen und eine eigene Formensprache zu entwickeln,
"produziert" der Fingerwerker jetzt etwa zwölf Stücke im Jahr. Mehr werden es wohl auch nicht, denn Serien wären das Letzte,
was für den stillen Heimwerker in Frage kommt. Und Angestellte, die ihm Arbeit abnehmen, oder Maschinen, die auf Stückzahlen
eingerichtet sind, kann der nicht gebrauchen, der weiss, dass die Schönheit seiner Miniaturen und die Philosophie der goldenen
"Bonsai - Welt" nur mit dem unkonventionellen Umgang mit der neuen Goldschmiedelehre und der poetischen Phantasie
entspringen.
Also wird der 33 jährige weiter ein Einzelgänger bleiben und fernab von allem Kunstbetrieb seine goldene Spur legen und dem
Handwerk demonstrieren, was es verlernt und verloren hat.
Kontakte nach aussen braucht er kaum. Selten verlässt er seine "Festung". Urlaub kennt er nicht. Höchstens ist er ein paar Tage
unterwegs, um sich in Museen seine Vorbilder anzusehen. Besuche vermeidet er. Besucher stören ihn, es sei denn, es kommen
diejenigen, an denen er sich seinen Schmuck vorstellen kann.
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