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Edelmetall zu verarbeiten hatte ihn schon begeistert, als er auf der Spanischen Treppe in Rom während einer
Klassenfahrt die Silberdrahtbieger sah. In Säckingen besorgte er sich Silber und bestellte aus einem Katalog
Goldschmiedewerkzeuge. Die Geräte suchte er - ohne zu wissen was man mit ihnen anfangen konnte -
nach ihrer Form aus und schuf damit, Dank seiner Naivität, neue Formen.
Schmuck machen und verkaufen wollte er eigentlich nur, um zu leben, falls es mit den Bildern nicht klappen sollte.
Heute sitzt er, von seinem Händler und seiner Frau vor allen Störungen geschützt, an der Werkbank und wirkt
millimeterkleine Goldösen zu schweren Goldketten, wie er sie in Museen für etruskische Kunst bewundert hat. 200 Stunden
braucht er, bis die Kette fertig ist. Die ist eigentlich kaum bezahlbar, und das macht heute auf der ganzen Welt nur noch er.
Jakob: "Einer muss es doch machen, diese Strafarbeit ist meine Passion."
Und auch das macht nur noch er: glatte Goldflächen mit millimeterkleinen Goldperlen so zu strukturieren,
dass sie funkeln und glitzern wie geschliffene Diamanten. Granulation heisst diese
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