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Hinter den meterdicken Mauern, in den hallenden Dielen und kassettengedeckten Sälen des alten Fugerhauses
verarbeitet Otto Jakob seine Träume und Visionen zu Schmuckstücken, deren Schönheit und technisches
Raffinement bislang nur wenige seiner Kollegen Goldschmiede, dafür immer mehr die Malerfreunde von einst faszinieren.
Zu kaufen gibt es die zwischen 5 000 und 50 000 Mark teure hochkarätige Kleinkunst zunächst nur bei einem Galeristen,
dem Hamburger Hans Neuendorf.
Vom Dorf in die Stadt ging Otto Jakob, als der Kreis der Sportkameraden ihm nichts mehr zu bieten hatte. Aufs Dorf in der Nähe
von Ulm zog er sich mit seiner Frau zurück, als er spürte, dass die Malerei, die er studierte, für ihn keinen Sinn macht:
"Sie hat keinen wirklichen Platz."
Der Mann, der, hingerissen von den Meisterwerken etruskischer Goldschmiede, über deren handwerkliche Fertigkeiten grübelt,
der seine Themen - Herzen und Pfeile, Blumen und Dornen, Toten-
schädel und Rabenköpfe - aus der Mystik des 17. Jahrhunderts, seine künstlerischen Ansprüchen aus den Meisterwerken
der Renaissance und sein technisches Gerät aus den Dental - Labors mit ihm befreundeter Zahnärzte holt, ist Autodidakt.
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